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ReactOS
#1
Information 
ReactOS (engl. react „reagieren“ und operating system „Betriebssystem“), auch kurz ROS genannt, ist ein Softwareprojekt zur Entwicklung eines freien Betriebssystems gleichen Namens. Kennzeichnend ist das Ziel vollständiger Binärkompatibilität zu Microsoft Windows.

https://de.wikipedia.org/wiki/ReactOS

LG Luka Tongue
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#2
So, habe es mal einem Schnelltest in einer virtuellen Umgebung getestet. Fühlt sich wie WIN 2000 an. Big Grin 
Interessantes Projekt,..aber noch einges weg von einem Hauptbetriebsystem. Ich werde es im Auge behalten.

[Bild: reacos.jpg]
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  • , Bogus Curry
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#3
Es ist ein interessantes Projekt, nur leider sind die in der Entwicklungsgeschwindigkeit ähnlich schnell wie GNU Hurd. Vor 2030 oder so wird es Version 1.00 wohl daher nicht geben.

Abgesehen davon ist ja Microsoft seit neuestem sehr stark in Sachen Opensource unterwegs. Es ist bekannt, dass der Windows-Kernel innerhalb des Hauses Microsoft eine recht schlecht gepflegte Codebasis hat, in der sich nur noch wenig Leute wirklich auskennen. http://blog.zorinaq.com/?e=74

Der Linux-Kernel ist Microsofts Kernel in vielem deutlich überlegen, auch in Bereichen, wo sie eine stärkere Rolle spielen wollen, wie massive Multiprozessorsysteme.

Nehmen wir mal an, Microsoft macht einen Fork vom Linux-Kernel mit dem Ziel, den Windows-Kernel dadurch vollständig zu ersetzen und lässt das als internes Projekt erst ein wenig laufen. Sie verpassen dem Kernel als eine erste Maßnahme ein stabiles Treiberinterface, das sich nur noch alle paar Jahre bestenfalls ändert und liefern am Ende dies als neues Windows aus.

Was wäre das Ergebnis? Linux überall auf dem Desktop, und zugleich auf einmal dadurch ziemliche Macht in der Kernelcommunity, ziemlich sicher auch eine Spaltung in der Community, aber auf einmal hätte man Treiber in Hülle und Fülle für Linux, was aktuell ja immer noch so eine Sache ist.
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#4
Das das Treiber-Interface nicht fixiert wurde beim Linux-Kernel ist halt eine getroffene Grundsatzeinscheidung.

Eine als stabil definiertes Treiber-Interface führt oftmals dazu, dass Leute Workarounds basteln, die genau dann den Pflegeaufwand extrem in die Höhe treiben.

Was aber tatsächlich ist, nur in wenigen Fällen wird beim Linux-Kernel innerhalb eines x.y Zweige noch was gross am Treiberinterface umgebaut.


Gruss Freaky
Die ganze Welt ist ein Irrenhaus und wir sind nur die Kandidaten  ;)
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#5
Hallo zusammen ;D

Wenn ich richtig mal gelesen hab, dann setzt MS schon Linux (FreeBSD) bei seinen Azure Server ein.

Ich glaube nicht das MS offiziell einen Zweig für den LinuxKernel eröffnen, im geheimen schon eher. Wenn ich mir noch dran erinnere, das noch vor Jahren Linux von MS als Geschwür bezeichnet wurde oder gar OpenSource als sonst verteufelt, dann hat sich MS wohl endlich kapiert, das OpenSource auch was gutes bewirken kann. Das sieht man ja an Mono, apropos, da ist eine neue Version rausgekommen, hab sie noch nicht getestet, hab nur heute morgen gesehen, das bei mir was in der Pipeline zum Download bereitsteht.

Aber um zum Thema ReactOS zurückzukommen, wenn man bedenkt wielange sie schon dabei sind am Werkeln, haben die Entwickler sehr grosses Durchhaltevermögen. Andere Entwickler hätten wahrscheinlich schon längst in den Sand gesetzt.
Tschöö

Bogus | PinguinsReisen.de
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#6
(13.06.2016, 23:08)Bartholomew Gallacher schrieb: Es ist ein interessantes Projekt, nur leider sind die in der Entwicklungsgeschwindigkeit ähnlich schnell wie GNU Hurd. Vor 2030 oder so wird es Version 1.00 wohl daher nicht geben.

Abgesehen davon ist ja Microsoft seit neuestem sehr stark in Sachen Opensource unterwegs. Es ist bekannt, dass der Windows-Kernel innerhalb des Hauses Microsoft eine recht schlecht gepflegte Codebasis hat, in der sich nur noch wenig Leute wirklich auskennen. http://blog.zorinaq.com/?e=74

Der Linux-Kernel ist Microsofts Kernel in vielem deutlich überlegen, auch in Bereichen, wo sie eine stärkere Rolle spielen wollen, wie massive Multiprozessorsysteme.

Nehmen wir mal an, Microsoft macht einen Fork vom Linux-Kernel mit dem Ziel, den Windows-Kernel dadurch vollständig zu ersetzen und lässt das als internes Projekt erst ein wenig laufen. Sie verpassen dem Kernel als eine erste Maßnahme ein stabiles Treiberinterface, das sich nur noch alle paar Jahre bestenfalls ändert und liefern am Ende dies als neues Windows aus.

Was wäre das Ergebnis? Linux überall auf dem Desktop, und zugleich auf einmal dadurch ziemliche Macht in der Kernelcommunity, ziemlich sicher auch eine Spaltung in der Community, aber auf einmal hätte man Treiber in Hülle und Fülle für Linux, was aktuell ja immer noch so eine Sache ist.

Die Entwicklungsgeschwindigkeit erhöht sich derzeit beachtlich, ursächlich hierfür ist einerseits Microsoft Windows 10 und andererseits eine nennenswerte finanzielle Unterstützung seitens der Russischen Föderation, ja in der Not frißt der Teufel Fliegen, jedenfalls dürfte spätestens um das Jahr 2020 herum mit einer ersten Finalversion zu rechnen sein.

Windows 10 darf und wird sich (hoffentlich) nicht durchsetzen, deshalb sind jegliche Spekulationen über ein Nachfolgesystem mit Linux-Kernel ziemlich sinnfrei, oder?
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#7
(14.06.2016, 10:50)Bogus Curry schrieb: Hallo zusammen ;D

Wenn ich richtig mal gelesen hab, dann setzt MS schon Linux (FreeBSD) bei seinen Azure Server ein.

Ich glaube nicht das MS offiziell einen Zweig für den LinuxKernel eröffnen, im geheimen schon eher. Wenn ich mir noch dran erinnere, das noch vor Jahren Linux von MS als Geschwür bezeichnet wurde oder gar OpenSource als sonst verteufelt, dann hat sich MS wohl endlich kapiert, das OpenSource auch was gutes bewirken kann. Das sieht man ja an Mono, apropos, da ist eine neue Version rausgekommen, hab sie noch nicht getestet, hab nur heute morgen gesehen, das bei mir was in der Pipeline zum Download bereitsteht.

Aber um zum Thema ReactOS zurückzukommen, wenn man bedenkt wielange sie schon dabei sind am Werkeln, haben die Entwickler sehr grosses Durchhaltevermögen. Andere Entwickler hätten wahrscheinlich schon längst in den Sand gesetzt.

Microsoft hat sich keineswegs vom Saulus zum Paulus gewandelt, außerdem ist diese Firma so gefährlich wie nie zuvor, weil sie nun mit dem Rücken zur Wand steht, es geht tatsächlich um alles oder nichts und nur deshalb versucht das Unternehmen seine Kunden zum Upgrade auf Windows 10 zu zwingen.

Zitat:Steve Ballmer bezeichnete Linux im Jahr 2001 als ein „Krebsgeschwür, das in Bezug auf geistiges Eigentum alles befällt, was es berührt“. Er bemängelte, dass Open-Source-Software mit der GNU General Public License nicht kompatibel mit eigener Software sei und man diese ebenfalls ganz unter die freie Lizenz stellen müsse, wenn man Teile der offenen Software verwendete, selbst wenn große Teile firmeneigener Software unabhängige und eigenständige Teile darstellten.

https://de.wikipedia.org/wiki/Steve_Ballmer

https://de.wikipedia.org/wiki/Freie_Software

https://de.wikipedia.org/wiki/FreeBSD

LG Luka
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#8
(14.06.2016, 10:15)Freaky Tech schrieb: Das das Treiber-Interface nicht fixiert wurde beim Linux-Kernel ist halt eine getroffene Grundsatzeinscheidung.

Eine als stabil definiertes Treiber-Interface führt oftmals dazu, dass Leute Workarounds basteln, die genau dann den Pflegeaufwand extrem in die Höhe treiben.

Was aber tatsächlich ist, nur in wenigen Fällen wird beim Linux-Kernel innerhalb eines x.y Zweige noch was gross am Treiberinterface umgebaut.

Das Fehlen eines solchen Treiberinterfaces ist aber auch mit der Hauptgrund, warum Linux es niemals wirklich auf den Desktop schaffte. Ein kleiner Hardwarehersteller kann es sich eben nicht jedes Mal leisten, wenn der Upstream einen neuen Kernel rausbringt, seinen Treiber zu aktualisieren. Freigeben als Opensource will es auch nicht jeder. Also gibt es dann eben gar keinen Treiber.

Das andere ist einfach die Fragmentierung in Dutzende von Distributionen, denn für diese Vielfalt ein Programm kompilieren ist einfach bah. Daher bringt auch SteamOS im Grunde seine eigene Runtime mit, also so das Linux im Linux quasi.
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#9
Hm,..ja die Treiber, obwohl ich es bisher eher selten hatte, das Linux nicht irgendeinen mitbrachte der zu der Hardware passte.

Die Fragmentierung in Dutzende von Distributionen wirkt auf dem ersten Blick weit chaotischer als sie ist. Alleine wie viele auf Debian aufbauen und grösstenteils unter sich auch kompatibel sind.

Aber für den absoluten Linux-Neuling wirkt duiese "Vielfalt" erstmal verwirrend,..kein Ding.

Warum ich noch Windows nutze? Reine Gewohnheit und auch die Unlust auf einige liebgewonnene Programme zu verzichten und auf Alternativen umzulernen.
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#10
Auch wenn jetzt Russland aus politischen Gründen versucht, was Windows-ähnliches nachzubauen und dieses alte Projekt gefunden hat, sollte man sich nichts vormachen.

Eine alte Windows-Version durch Reverse Engineering irgendwie lauffähig zu bekommen ist nicht das, weshalb Firmen sich gegen Linux und für Windows entscheiden. Firmen haben eine ganze Kette von hochspezialisierten Tools im Rennen, die an vielerlei Ecken ins "Microsoft-Universum" eingebunden sind. Ich nenne mal Active Directory, Deployment, MSI-Paketierung, Office-Umgebungen und insbesondere Schnittstellen zu diversen firmeninternen Addons. Auch ein ReactOS 1.0 wird da viel weniger zu gebrauchen sein als Linux. Linux läuft nachgewiesenermaßen auch hervorragend in großen verteilten Netzen, mit riesigen Datenbanken usw. Ein durch Ausprobieren zu Windows (jeweils vorletzte Version) halbwegs aber nicht zuverlässig kompatibles Betriebssystem ist kommerziell gesehen wertlos und dazu verdammt, eine Spielwiese für Bastler zu bleiben.

Wer Microsoft aus politischen Gründen nicht mag sollte sich meiner Meinung nach mit Linux auseinandersetzen, das ist mit ziemlicher Gewissheit noch für etliche Jahre die einzige Alternative für einen ernsthaften Produktiveinsatz. Nachbauten von closed source Programmen werden immer hinterherhinken und wegen des latenten Risikos von Inkompatibilitäten nicht in Umgebungen eingesetzt werden, wo es was zu verlieren gibt. (Apple und Google schnorcheln mit ihren Betriebssystemen mindestens genauso wie Microsoft, ansonsten haben die natürlich auch gute Betriebssysteme.)
Hyperweb.eu => Server-Tutorial für Linux mit OpenSim, OpenSim Arriba compiliert und für Metropolis konfiguriert!
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