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Wie umgehen mit Rechtsradikalen?
#31
Rechtsdruck und ein Frauengehirn arbeitet anders!
Es war schon immer so, wenn es der Mehrheit schlechter geht, werden die Leute religiös oder radikal. Das haben unsere Politiker nur noch nicht gemerkt. Beispiel, wegfall der Mietpreisbremse. Jetzt erst wird über diesen Schwachsinn diskutiert.
Das Frauengehirne anders arbeiten, sieht man daran,
Frauen lügen nicht, die drücken die Wahrheit nur anders aus. *lol* Big Grin
Khanwilhelm
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#32
(06.09.2018, 14:27)Bartholomew Gallacher schrieb: Geschlechtsthemen sind sicherlich wichtig, aber ich halte es dabei mit Brechts berühmten Zitat: "Erst kommt das Fressen, dann die Moral." Und ich unterscheide da sehr stark zwischen Emanzipation an sich und dem aktuellen Schwachsinn an den geisteswissenschaftlichen Fakultäten, der da als Genderforschung betrieben wird, und dessen "Erkenntnisse" allem widersprechen, was man in der Verhaltensbiologie, Psychologie und anderen empirischen Wissenschaften bisher herausgearbeitet hat. Das ist einfach eine Lachnummer, nicht mehr, nicht weniger.

Nicht Betroffene haben es natürlich leicht diese Themen als Lachnummer zu diffamieren. Für andere ist diese Thematik mitunter eine Frage von Leben und Tod...

(06.09.2018, 19:18)Khanwilhelm Yakubu schrieb: Das Frauengehirne anders arbeiten, sieht man daran,
Frauen lügen nicht, die drücken die Wahrheit nur anders aus. *lol*

Sorry Khan, aber das ist nun doch ziemlich albern.

Ich hoffe das dieser Diskussionsthread nicht völlig abdriftet.
Lieben Dank.
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  • Bogus Curry, Otto vonOtter
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#33
Außer das die meißten Aussagen hier eher rǘckwärtsgewandt und nicht fortschrittlich sind,
ist dieser Tread doch bisher ganz gemüdlich.

Cheers
#keult
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#34
(06.09.2018, 19:00)Bartholomew Gallacher schrieb: Und das ist keine Erfindung von irgendjemand, sondern dazu gibt es verhaltensbiologische Studien an Säuglingen, die gerade mal einen Tag alt sind.

Da beziehst Du Dich sicher auf Simon Baron-Cohen, der herausgefunden hat, dass Jungen zu 54% lieber ein Mobile als einen Smiley betrachten, aber nur 48% der Mädchen. B.C. hat also herausgefunden, dass 94% der Säuglinge sowohl Mobiles als auch Smileys gleichermaßen gerne betrachten. Die Medien suggerierten uns dann, das sei nun der Beweis dafür, dass Frauen anders ticken. Es ist aber der Beweis für das genaue Gegenteil. Das will aber keiner lesen.
"Männer und Frauen ticken ganz genau gleich" ist keine so gute Schlagzeile wie "Frauen ticken ganz anders".
Außerdem gab es methodische Kritik an der Arbeit; angeblich wurde nicht genügend sichergestellt, dass keine Erwartungshaltungen zwischen dem Durchführenden des Tests (Student) und dem Probanden (Baby) übermittelt wurden.

Ganz ähnlich verhält sich der Fall in der Neurologie. Da gibt es gewisse Tendenzen (wie die Verteilung von weißer und grauer Masse, die Stärke des Corpus Callosum und die Größe), die wichtige Hinweise liefern können, ob ein Gehirn mal einem Mann oder einer Frau gehört hat. Es gibt aber keinen Menschen auf der ganzen Welt, der ein Gehirn definitiv als männlich oder weiblich bestimmen kann, ohne sich die Geschlechtschromosomen anzusehen.
Es hat nicht jede Frau ein "weibliches" Gehirn und nicht jeder Mann ein "männliches". Für das Verhalten von Menschen spielen außerdem Hormone und Umweltbedingungen eine viel größere Rolle als nun ausgerechnet die Anatomie des Gehirns.
Und wie groß nun genau der Einfluss all dieser Faktoren ist, ist Gegenstand der Genderforschung.

Dass konservative Regierungen keinen Wert auf Forschungen legen, die in ihrer Konsequenz zu einer faktischen Beendigung der Benachteilung von Frauen führen könnten, ist ja klar. Auch Norwegen wird momentan konservativ regiert, vor 2013 sozialdemokratisch. Im Prinzip ist es ähnlich wie in Deutschland, aber mit König, und so besonders links sind die Norweger nicht.
Die Regierung richtet sich aber mehr nach dem Volkswillen als hier, man fühlt sich dort von der Regierung nicht so verarscht. Wenn die Norweger nach einem Film keine Gender-Studies mehr wollen, dann wird das Geld für was anderes ausgegeben.

Wenn man nur Genderforscher interviewt, die Geschlecht als rein soziales Konstrukt sehen, muss man sich nicht wundern, wenn dann alle sagen, dass Geschlecht ein soziales Konstrukt sei. Das ist ja eine ziemlich radikale These von Judith Butler u.a., die ich jetzt so auch nicht unterschreiben würde, aber wenn man sich näher damit auseinander setzt, erkennt man auch, dass das soziologische Geschlecht, eben "Gender", nicht das ist, was ein Arzt meint, nämlich "Sex".
"Gender" ist gesellschaftlich, "Sex" ist anatomisch. Auch im Norwegischen wird das nicht so unterschieden wie im Englischen. Diese Leute reden also über völlig verschiedene Dinge.

Dass man nicht einfach einem Jungen ein Kleid anziehen kann und dann entwickelt er sich zum Mädchen wissen wir spätestens seit dem tragischen Fall der Reimer-Zwillinge in den Achtzigern. Leider ist ein einzelner Mensch statistisch irrelevant.
Wie auch immer, man kann nicht ein ganzes Forschungsgebiet in die Mülltonne hauen, nur weil die reinen Geisteswissenschaftler in der Überzahl sind. Das ist vielleicht auch genau das Problem, das Gebiet wird noch nicht wirklich interdisziplinär genug erforscht.

 LG, Otto
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  • Dorena Verne
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#35
Nun, ich sage es mal so: wirkliche Genderforschung ist sinnvoll.

Allerdings gibt es neben der wirklichen Genderforschern an den Universitäten, die stark in der Minderzahl sind, vor allem diejenige Gruppe, die irgendwelchen Müll labern, und es zu einer Ideologie inklusive Kampfansage ausgebaut haben. Und diese Forscher braucht nun wirklich kein Mensch.
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  • Dorena Verne
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#36
Ich würde vorschlagen diesen Tread in eine interne Forumsgruppe zu verschieben,
oder einfach zu schließen. Progressive Inhalte zur eigentlichen Thematik werden hier
eh nicht mehr kommen. Gridtalk ist kein Politikforum.

Cheers
#keult
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#37
Nein Uwe, ich weiß zwar nicht was du unter "progressive Inhalte" verstehst, aber ich für meinen Teil bin positiv überrascht wie gut das hier ohne wirklich böse Entgleisungen klappt.
Richtig, Gridtalk ist an sich kein politisches Forum, aber dieser Thread ist nun einmal als Ableger eines Eventthreads entstanden.
Ich denke nicht das die Anzahl ähnlicher Threads nun groß zunehmen wird.
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  • Bogus Curry
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#38
(06.09.2018, 22:03)Dorena Verne schrieb: ... ich für meinen Teil bin positiv überrascht wie gut das hier ohne wirklich böse Entgleisungen klappt. ...
 

Ohh, eine "Entgleisung" (engl. Derailing) hat doch schon längst wieder stattgefunden - der Thread wurde abgetrennt um eine Diskussion über Faschismus und Rechte Ideologie zu führen, und wo sind wir jetzt? Bei Pro und Contra Gendering - irgendwie hat das doch prima geklappt mit dem entgleisen.
Wer nicht weiss wohin er will, der kommt leicht woanders hin.
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  • Bogus Curry
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#39
Ich persönlich finde auch , dass die Gender-Forscher sich mehr mit Anthropologie und sogar Zoologie befassen sollten. Dawkins oder Morris liefern zum Beispiel im Nebensatz sehr interessante Denkanstöße. Wie verhalten sich Tiere und warum ist das von Vorteil?
Kann ein Gen, das in Männchen (und nur dort) für erhöhte Kampfbereitschaft oder stärkere Behaarung sorgt, von Vorteil sein?
Solche Aspekte werden noch zu wenig aufgegriffen.

Gender Studies kommen aus der feministischen Ecke und darum haben alle Angst davor - warum eigentlich? Feminismus ist eine philosophische Strömung, die seit 150 Jahren existiert und nicht viel bewirkt hat.
Inzwischen geht es da ja nicht mehr nur um Frauen, sondern um Machtverhältnisse, die an Rollen gekoppelt sind und darunter leiden Männer und Frauen. Stichwort "Ein Junge weint nicht" - wieso nicht?
Diese Rollen detailliert zu studieren - Löwinnen verhalten sich anders als Löwen - scheuen sich viele noch, weil man Menschen nicht mit Tieren vergleichen soll in der Philosophie, während der Biologe den Menschen einfach rührlos in einen Sack mit allen anderen Affen steckt.

Nicht, dass wir Tiere sind, ist das Problem, sondern dass sich immer wieder bestimmte Gruppen anmaßen, besser als eine andere Affenhorde zu sein.
Es geht der Linken überhaupt nicht darum, eine Gleichheit zu postulieren, sondern eine Gleichberechtigung herzustellen, das ist genau das, was diese rechten Schwachmaten nicht kapieren.
Natürlich sind wir alle unterschiedlich, niemand ist genau wie ich, dennoch ist keine einzige meiner Eigenschaften einzigartig. Ich möchte nur nicht besser oder schlechter behandelt werden, nur weil mein Name Otter ist und mein Fell besonders wasserabweisend.

Dieses grundlegende Menschenrecht auf Gleichbehandlung gestehe ich auch Frauen zu. Selbst wenn sie tätsächlich weniger intelligent wären, was sie nachweislich nicht sind - ich gestehe dieses Recht auch Menschen mit Lernbehinderung zu oder Menschen ohne Beine. Es geht nicht darum, wie das weibliche Gehirn beschaffen ist, sondern es geht um gleiche Rechte und Chancen für alle Menschen. Das bedeutet "links" für mich und jeder, der meint, er sei besser als andere, ist in meinen Augen ein Nazi, da mache ich es mir einfach einfach.

LG, Otto
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#40
@ Uwe, Dorene & Ana:

Also, Leute ... Uwe mault, aber trägt nichts Progressives bei, Dorena findet nicht, dass Gridtalk politisch ist - Ana merkte an anderer Stelle aber an, dass jeder Mensch politisch ist und somit auch jedes Thema - alle wollen ein Festival "gegen Rechts" ohne Begriffe zu definieren und dann heißt es, eine Genderdebatte sei eine Entgleisung. Was soll ich davon halten?

Schade, dass Gridtalk kein Politik- sondern ein Partyforum ist. Seit wann ist das so?
Wer mangelnde "Progressivität" oder "Entgleisung" kritisiert, möge bitte seine revolutionären Ideen zur Rettung der Welt genau hier vortragen.
Es soll ein Festival "gegen Rechts" geben und alle schreien Hurra, ohne sich damit auseinandersetzen zu wollen was rechts ist, was links ist, was wir als Linke falsch machen oder anders machen könnten.
Sexismus zum Beispiel - warum sind alle erfolgreichen Politikerinnen IMMER Konservative? Es kam wohl noch nicht bei allen Linken an, dass Frauen auch Menschen sind? Offenbar besteht Diskussionsbedarf und ich weiß schon, was jetzt kommt:

"Lieber Otto, wenn es Dir nicht passt, dann mach doch Dein eigenes Forum auf."
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