Themabewertung:
  • 0 Bewertung(en) - 0 im Durchschnitt
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
Wie umgehen mit Rechtsradikalen?
#51
Hallo zusammen ;D

Eigentlich sollte man diesen Thread in die Niederungen des Forums verschwinden lassen, da eigentlich alles gesagt wurde oder ?

Ich hab hier einen Artikel gefunden, der in der ehrwürdigen New York Times erschienen ist. Es geht um die letzten Ereignisse in Chemnitz etc. Dieser Artikel ist in englisch gehalten, ich hab die englische Sprache in der Schule gelernt und diese Zeit ist schon ein weilchen her. Aber ich denke der eine oder andere wird diesen Artikel bestimmt lesen und verstehen können ;D Und da er gut zum Thema passt, wollte ich ihn hier mal zum besten geben ;D
Tschöö

Bogus | PinguinsReisen.de
[-] The following 2 users say Thank You to Bogus Curry for this post:
  • Anachron, Dorena Verne
Zitieren
#52
Obwohl dieser sicherlich sehr gute Artikel eine sehr umfangreiche Abhandlung über rechte Tendenzen in Deutschland bietet, beschränkt er sich doch weitgehend auf die historische Komponente des deutschen Nachkriegsfaschismus.
Von noch größerer Bedeutung für die aktuelle Entwicklung ist aber die soziale Komponente. Nur kurz wird einmal das Motiv der Propagierung eins Sündenbocks zur Kanalisierung des "Volkszorns" gestreift. Darin aber liegt das Erfolgsrezept nach dem Nazis und Neonazis immer die Massen hinter sich vereinigen. Gestern waren es die Juden, heute sind es die Moslems. Gestern waren es "arbeitsscheue Elemente" heute sind es "Hartzer". Immer wieder wird denen, denen es schlecht geht, jemand präsentiert, dem es a.) noch schlechter geht und dem man sich überlegen fühlen kann und b.) der an der Misere die Schuld trägt und auf dem man seinen "gerechten Zorn" abladen kann. Und das gute alte Prinzip aus dem alten Rom funktioniert ebenfalls immer wieder prächtig: Divide et Impera - Teile und herrsche. Das Prinzip wird auch von unseren Regierungsparteien immer wieder gern bedient. Statt die sozialen Probleme anzugehen wird die Verantwortung nach "unten" abgewälzt und die ohnehin Leidtragenden gegeneinander ausgespielt. Welch Wunder, wenn die dann nach einem "starken Mann" rufen und "die gute alte Zeit" wieder herbeisehnen. Natürlich vergießt man öffentlich Krokodilstränen über die Entwicklung, die man aber so konsequent schürt, dass dies nur mit absichtsvollem Handeln erklärbar bleibt.
Wer nicht weiss wohin er will, der kommt leicht woanders hin.
[-] The following 3 users say Thank You to Anachron for this post:
  • Bogus Curry, Dorena Verne, Raul Gonzales
Zitieren
#53
Wenngleich wir davon ausgehen können, dass jeder Mensch geprägt ist und dazu neigt, eher das zu glauben, was seine Meinung bestätigt, so lässt er sich trotzdem von Inhalten beeinflussen, die ihm vorgelegt werden.
Wenn z.B. bei Jugendlichen, die sich dauernd mit dem Thema Rechtsradikalismus auseinandersetzen müssen, plötzlich auch mit Rechtsradikalismus experimentiert wird.
Dieses gedankliche Fokussieren kann allmählich unbewusst Interesse und Neugierde wecken.
[Bild: attachment.php?aid=2586]


Zitieren
#54
Moin auch ?

Hier ist ein Artikel, der genau das widerspiegelt, was ich geschrieben hab
http://telegraph.cc/liebe-westdeutsche-freund-innen/
Tschöö

Bogus | PinguinsReisen.de
Zitieren
#55
Der Artikel ist gut, derlei Artikel gibt es einige. Trotzdem wundert mich, dass sich keiner fragt wie aus einem Haufen linksgebügelter Superpioniere über Nacht die SS 2.0 werden konnte. "Das ist doch eh dasselbe, nur in grün" ist einfach die falsche Antwort. Denn wir sind nicht dasselbe wie die, nur in grün. Ganz und gar nicht.

LG, Otto
a hora é agora
Zitieren


Gehe zu:


Benutzer, die gerade dieses Thema anschauen: 1 Gast/Gäste