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Auf Abwegen - Lys Videotagebuch
#18
Lys .... tagebuch #016

Greetings Citizen...

Ja, dieser Eintrag kommt nicht als Video... Es wäre erstens zu lang geworden und zweitens war bei diesem Auftrag Videodokumentation nicht wirklich möglich...
Also worum gehts...

[Bild: Bildschirmfoto-vom-2025-02-04-00-59-53.jpg]

Nachdem ich die sechs Hilfslieferungen für die Citizens For Prosperity durchgezogen hatte, beschloss ich, da ich ja sowieso gerade etwas länger im Pyrosystem unterwegs war, meine Leute aus Galways zu besuchen... Daher flog ich nach Bloom, wo sie sich in einem Ort Namens Bueno Ravine niedergelassen hatten. Dort gibt es eine grosse Miene in der Nähe, die viele Arbeitsplätze bedeutet.

[Bild: Bildschirmfoto-vom-2025-02-05-11-28-50.jpg]

Der Ort wirkt etwas trist... Es ist halt eine alte Raffinerieanlage, die viele Lagermöglichkeiten bietet und daher auch als Umschlagplatz für Waren benutzt wird. Grosse Grünanlagen sucht man vergebens.

[Bild: Bildschirmfoto-vom-2025-02-05-11-30-55.jpg]

Auch wenn es draussen kaum Bäume oder Gärten gibt, die Wohnhäuser sind echt heimelig eingerichtet. Das gefällt mir. Das war in Galways alles etwas primitiver.
Ich blieb über Nacht dort und wir redeten bis weit nach Mitternacht. Es kam auch das Problem mit den Eindringlingen zur Sprache. Und als ich meinen Leuten erzählte, was ich früher gemacht hatte, bevor ich Fracht flog, baten sie mich, ihnen zu helfen. Die Citizens For Prosperity sind keine Kämpfer. Sie verteidigen ihre Siedlungen gegen vereinzelte Angriffe, aber gegen eine regelrechte Invasion fanatischer Milizionäre hatten sie keine Chance.
Eine Siedlung auf Monox war überrannt worden und seit dem herrschte Funkstille... Sie baten mich, dort mal nach dem Rechten zu sehen und wenn es möglich wäre, die Eindringlinge zu vertreiben... Vertreiben war bestimmt nicht möglich, da musste eine endgültige Lösung her.

[Bild: Bildschirmfoto-vom-2025-02-06-02-53-33.jpg]

Also flog ich nach Rod's Fuel 'N Supplies zurück, wo meine Ausrüstung lagerte und organisierte mir eine Pisces Rescue... Ausserdem ein Scalpell Scharfschützengewehr (ein Arrowhead war nicht zu bekommen), eine P4-AR, genug Munition und Verpflegung... Ein geflickter Raumanzug und eine leichte Torsopanzerung, sowie ein Tactical Helm musste reichen. Ich bin lieber leicht gekleidet unterwegs, aber Monox ist sehr, sehr warm... Ohne schützende Kleidung wäre es die Hölle.
Ich machte die C8R startklar und flog nach Monox...

[Bild: Bildschirmfoto-vom-2025-02-06-10-33-51.jpg]

Ein Wunder war es, dass das Missionsziel auf der Tagseite lag... Gefühlte 99% der Missionen finden im Dunkeln statt... Was sich später dann doch noch bewahrheiten sollte. Aber dazu später mehr...
Ich landete etwa drei Kilometer vom Ziel entfernt und verbarg das kleine Schiff hinter einigen Felsen. Die Sonne stand noch recht hoch über dem Horizont.
Da ich die Begebenheiten nicht kannte und keinerlei Informationen hatte, bewegte ich mich recht vorsichtig von Deckung zu Deckung vorwärts. Das kostete Zeit. Aber es hetzte mich ja niemand. Und die wichtigste Sache bei einer Infiltration auf unbekanntem Terrain ist Ruhe und Gelassenheit.
So stand die Sonne schon recht tief, als ich die Anlage erreichte...
Es war eine alte Industrieanlage, ein Labyrinth aus Metallstreben und zerstörten Tanks... Vorsichtig umrundete ich die Anlage und versuchte mir einen Überblick zu verschaffen... Anscheinend schien dieser Teil der Anlage verlassen zu sein. Ich sah niemanden...
Dann entdeckte ich oben auf einem Hügel einen Sendemast... Das war mein erstes Primärziel. Verhindern, dass die Frontier Fighters Verstärkung rufen konnten.

[Bild: Bildschirmfoto-vom-2025-02-06-11-17-49.jpg]

Im Aussenbereich der Anlage hielt sich niemand auf... Ich sah überall nach, aber keine Menschenseele... Mein Glück. Aufmerksame Wachen hätten alles etwas Schwieriger gemacht, auch wenn es mittlerweile dunkel wurde. Die Dunkelheit war mein Freund.

[Bild: Bildschirmfoto-vom-2025-02-06-11-16-18.jpg]

In dem einzigen Gebäude, was dort stand, hielt sich ein einziger Feind auf... Nicht wirklich schlau. Aber diese Milizionäre schienen ziemlich selbstsicher zu sein und trauten den friedlichen Citizens For Prosperity kein Kommandounternehmen oder einen wirksamen Militärschlag zu. Ihr Pech...
Der Typ hatte ein Arrowhead, und es tat mir in der Seele weh, es liegen zu lassen. Leider hatte ich für die Waffe keinen Schalldämpfer, und das Gewehr war ohne sehr, sehr laut... Also verliess ich mich auf den Hinweis eines ehemaligen Kameraden, dass das Scalpell Gewehr sehr gut sein soll und tauschte die Waffen nicht aus... Ausserdem hatte ich für das Arrowhead keine Munition...
Nachdem die Kommunikation ausgeschaltet war, bewegte ich mich zu der Industrieanlage zurück, um sicher zu gehen, dass dort niemand mehr war...

[Bild: Bildschirmfoto-vom-2025-02-06-11-34-20.jpg]

Ich durchstreifte das Labyrinth, fand aber niemanden... Die Milizionäre mussten sich irgendwo anders aufhalten. Denn mir wurde gesagt, dass es eine recht grosse Gruppe sein soll. Ausserdem hatte ich noch keinerlei Wohnhäuser gefunden. Und es war ja eine Siedlung...
Am Rand der Anlage entdeckte ich, weiter Hangabwärts im Osten, Lichter... Das sah verdammt nach der eigentlichen Siedlung aus. Daher überbrückte ich die knapp 600 Meter, von Deckung zu Deckung huschend, bis ich nah genug heran war, um mir die Gebäude und die Aussenanlagen genauer anzuschauen.

[Bild: Bildschirmfoto-vom-2025-02-06-11-47-15.jpg]

Es lag alles verdächtig ruhig da. Die Milizionäre waren sich sehr sehr sicher, oder hatten irgendwelche Sicherungsanlagen. Also umkreiste ich die Anlage erst einmal und sicherte alles ab... Keine Sau hielt Wache... Aber ich hörte in einigen etwas abseits stehenden Schuppen die Geräusche von Kopions... Das war wohl deren Alarmanlage, weswegen sie sich so sicher fühlten. Aber gegen eine einsame Frau, die alle Zeit der Welt und unendlich viel Geduld hatte, nützte das nichts... Nachdem ich die Umgebung um die Schuppen ausgekundschaftet hatte, schlich ich zur Tür des mittleren Schuppens, schlug auf den Öffner, und legte die Wache dahinter mit meiner P4 um... Und den Kopion daneben gleich mit.
Aber die zwei waren nicht allein. Daher huschte ich um den Schuppen herum zu einer Leiter, die aufs Dach führte. Unten plärrte ein Mann Alarm. Sofort wurde es auch in den Schuppen neben dem, auf dessen Dach ich hockte, sehr unruhig... Ich wechselte von der P4 auf das Scalpell... Und ja, die Waffe ist sehr gut. Mir gefällt die Optik sogar besser, als die von meinem Arrowhead.
Einige der Gegner waren so dumm, laut herum zu krakeelen und damit ihre Standorte zu verraten. Jeder, der seinen Kopf aus der Deckung streckte, bekam ein Loch hineingestanzt. Irgendjemand beschoss mich von unten, aber der grosse Dachlüfter war eine sehr schöne Deckung, die ich umrunden konnte, je nachdem von wo geschossen wurde... Da die Milizionäre sich nicht wirklich koordinierten, konnte ich sie ausschalten... Ich hatte wirklich Glück, wenn die von zwei bis drei Seiten zusammen gearbeitet hätten, wäre ich drauf gegangen. Einige von denen hatten Scharfschützengewehre, hatten aber wohl den richtigen Umgang damit nie gelernt.

Zum Glück lagen die Schuppen etwas von dem Wohnhaus entfernt. So waren die beiden Typen mit ihren Kopions nicht vorgewarnt worden... Ich wiederholte meine Taktik. Fronttür auf, alles erschossen, was in drei Sekunden zu erschiessen war und dann Rückzug aufs Dach... Dieses Mal konnte ich die Kuppel des gesamten Dachs als Deckung nehmen. Aber niemand folgte mir nach draussen. Der zweite Kerl verbarg sich im Haus...

[Bild: Bildschirmfoto-vom-2025-02-06-12-13-46.jpg]

Die Leiche in der Tür hinderte diese am Schliessen. Daher konnte ich mich anschleichen, ohne durch das Türöffnen vorzuwarnen. Den Kopion dahinter überraschte ich... Den zweiten Kerl fand ich im Bad... Allerdings hatte er mich erwartet und legte mich fast um. Aber ich war einen Hauch besser und konnte mich danach schnell mit meinem Multitool zusammenflicken.

Ich durchsuchte noch den Rest der Wohnanlage, aber es war niemand mehr da. Mittlerweile hatte sich endlich mein Hackingtool soweit mit dem Kommunikationsrelais verbunden, dass mir die letzten fünf Gegner auf mein Helmvisier projiziert wurden... Das war auch gut so, denn die befanden sich fast einen Kilometer weit weg.
Also folgte ich den Markern und kam so zu einem Aussenlager mit Landefeld... Wieder hielten sich die Milizionäre alle in einem Schuppen auf, niemand draussen... Die P4 ausgerüstet, die Tür eingetreten und alles umgenietet, was da rum stand... Zu meinem Glück war der Schuppen sehr schmal und lang. Daher standen die Gegner fast alle in einer Linie... Die ersten vier fielen um, bevor sie wussten was passierte, den letzten ganz hinten verfehlte ich. Und in dem Augenblick, wo er zurück schoss, war mein Magazin alle. Er war zu überrascht, um richtig zu treffen. Aber der eine Schuss, der mich erwischte, als ich das Magazin wechselte, legte mich fast um... Den letzten Gegner umlegen und eilig das Multitool rausholen, war fast eine Bewegung... Mir verschwamm schon der Blick, als ich mir ne Dosis Medikamente setzte... Auf die letzte Sekunde...

[Bild: Bildschirmfoto-vom-2025-02-06-12-32-21.jpg]

Dann durchsuchte ich die Toten Ich fand einiges an Munition, die ich brauchen konnte und ein weiteres Arrowhead, das ich mir dieses Mal unter den Nagel riss... Dafür liess ich meine P4 liegen, da kam ich recht schnell wieder dran.

[Bild: Bildschirmfoto-vom-2025-02-06-12-34-37.jpg]

Nachdem ich den letzten Gegner durchsucht hatte, guckte ich, wo mein Schiff stand... Autsch... über 4 Kilometer weg... Hatte einiges an Strecke gemacht. Die Anlage war echt sehr gross.
Ich wusste, dass ich lange gebraucht hatte, da ich sehr, sehr vorsichtig und taktisch vorgegangen war, aber dass es die ganze Nacht gedauert hatte, war mir nicht bewusst... Ja Adrenalin ist schon ein komisches Zeug.

[Bild: Bildschirmfoto-vom-2025-02-06-12-44-28.jpg]

Als ich das Gebäude verliess, dämmerte es am Horizont. Der neue Morgen kündigte sich an und damit auch die Hitze des Tages.

[Bild: Bildschirmfoto-vom-2025-02-06-12-48-33.jpg]

Während ich die Gebäude und Anlagen des Aussenpostens umrundete, um zurück zu meinem Schiffchen zu gelangen, kroch die Sonne immer höher.

[Bild: Bildschirmfoto-vom-2025-02-06-12-54-19.jpg]

Oben auf dem Hügel drehte ich mich um, und bewunderte einen Augenblick die Schönheit des Morgens... Es war extremer Gegensatz zu dem Mord und Totschlag in der letzten Nacht. Aber dieses Blödmänner hatten meinen Leuten ans Bein gepisst, also biss ich zurück... Normal fasse ich keine Waffe mehr an, es sei denn, ich muss... Und hier hatte ich gemusst. Und ich wusste, ich würde noch einige Male müssen, bis dieses Arschgeigen aus Pyro verjagt waren. Klar war hier nicht alles Eitel Sonnenschein, aber immerhin herrschte so etwas wie Frieden, oder eher eine Art Waffenruhe...
Wenn man wusste, wie die Fraktionen in Pyro tickten, kam man ganz gut zurecht... Die einzigen, die zum Problem werden konnten, waren einzelgängerische Outlaws, die sich an keinerlei Regeln hielten. Die musste man halt irgendwie umgehen... Oder eben ausschalten.

[Bild: Bildschirmfoto-vom-2025-02-06-13-15-41.jpg]

Die Sonnte stand schon recht hoch, als ich an meiner C8R ankam... Niemand hatte sie entdeckt. Ich hatte die Energielevel auf ein Minimum gesetzt, und so tauchte sie kaum auf dem Radar auf.

[Bild: Bildschirmfoto-vom-2025-02-06-13-16-48.jpg]

In der Pisces flickte ich mich erst einmal wieder zusammen... Der letzte Treffer hatte meinen Arm stark verletzt. Zum Glück nicht so stark, dass ich in ein Spital musste. Es reichte das Tier 3 Medbed des Schiffes.

[Bild: Bildschirmfoto-vom-2025-02-06-13-20-10.jpg]

Als es mir wieder komplett gut ging, flog ich nach Rod's Fuel 'N Supplies zurück. Ohne grosse Überraschung kam ich dort an... Nachem ich das Schiff und meine "Beute" verstaut hatte, löschte ich meinen Durst und Hunger und tingelte dann zu den Shops.

[Bild: Bildschirmfoto-vom-2025-02-06-13-42-03.jpg]

Ich brauchte eine neue P4 und Munition... Kurz danach war ich wieder voll ausgerüstet und bereit für den nächsten Auftrag für die CFP. Aber dieses Mal mit Verstärkung. Ein alter Kamerad half den Citizens For Prosperity ebenfalls und wir planten, uns zusammen zu tun... Mit Rückendeckung war das ganze doch einiges einfacher...

Und sobald diese Frontier Fighters wieder aus Pyro verjagt sind, werde ich erstmal lange keine Waffen mehr anfassen... Frachtfliegen erschien mir noch nie so erstrebenswert, wie gerade.

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Auf Abwegen - Lys Videotagebuch - von LyAvain - 04.12.2024, 21:14
RE: Auf Abwegen - Lys Videotagebuch - von LyAvain - 06.02.2025, 17:20

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